BRIEF_KASTEN
Natürlich werde ich am Sonntag wählen gehen. Es ist demokratische Pflicht, gut zu überlegen, wem man seine Stimme gibt, und sein Hakerl zu machen. Dazu braucht es Informationen über die Programme und Positionen der Parteien. Vielleicht bin ich etwas zu hart mit dem Medium Fernsehen, aber von Wahl zu Wahl sind die TV-Diskussionen für mich irrelevanter. Ich weiß zwar um den Reiz von Livedebatten, in denen manchmal kurz aufblitzt, wie jemand wirklich tickt. Meistens sind diese Formate aber schwer auszuhalten, weil von Streitkultur nichts zu bemerken ist und Journalistenfragen nur allzu selten klar und deutlich beantwortet werden. Nach den Diskussionsrunden bin ich in der Regel also nicht wirklich schlauer. Besser aufgehoben finde ich mich in der Zeitungsberichterstattung, wenn allen Kandidatinnen und Kandidaten konkrete Fragen zu Sachthemen gestellt werden und das Format nichts anderes erlaubt als klare und kurze Antworten. Zu lesen in den letzten Wochen auch in der KirchenZeitung, so viel Eigenlob darf sein. Nach der Wahl schalte ich allerdings wieder gerne den Fernseher ein. Die Spannung der Hochrechnung und die direkten Reaktionen aus den Parteien sind meistens ganz großes Kino.
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