BRIEF_KASTEN
Am 3. Mai ist der Tag der Pressefreiheit, ein sehr bedeutsamer Tag: Es braucht Pressefreiheit für die Kontrolle der Mächtigen, das Aufdecken von Machtmissbrauch und den friedlichen Ausgleich von Interessen.
Österreich taugt bei der Pressefreiheit nicht zum Vorbild. Stichworte dazu sind Inseratenmillionen für Boulevardmedien, um positive Berichterstattung zu erwirken; oder das veraltete Amtsgeheimnis, da es Behörden ermöglicht, Rechercheanfragen von Journalist:innen häufig gar nicht ernsthaft zu beantworten.
Im Ranking von Reporter ohne Grenzen (ROG) ist Österreich erst letztes Jahr drastisch abgerutscht – von Platz 17 auf 31. Heuer wird es kaum besser sein.
Denn obwohl es hierzulande zum Glück noch kritische Berichterstattung gab, die half, zahlreiche Skandale der letzten Jahre aufzudecken, hat sich die Lage der Pressefreiheit insgesamt kaum verbessert. Das ist nur schwer erträglich, denn die Freiheit der Presse hängt stark mit der Frage zusammen, ob unsere Gesellschaft wirklich demokratisch funktioniert.
Die Bürger:innen, wir Journalist:innen, letztlich wir alle müssen deshalb Druck aufbauen, damit Österreich endlich die Pressefreiheit bekommt, die es als Demokratie braucht.
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