BRIEF_KASTEN
Die Demos des Pflegepersonals letzte Woche zeigten, dass wir kurz davor sind. Diplomkrankenpfleger/innen und andere Pflegefachleute fühlen sich vom Arbeitsaufwand zunehmend überfordert, sowohl von immer mehr Aufgaben am Krankenbett als auch von der ausufernden elektronischen Dokumentation ihrer Tätigkeit. Zwischen 80 und 90 Prozent der Pflegekräfte sind Frauen. Frauen aus den Philippinen, Deutschland, Indien, Slowenien … fangen einen Teil des Fachkräftemangels ab. Aber die ausgebildeten Frauen fehlen häufig in ihren Herkunftsländern. Weltweit gesehen gibt es eine Pflegefachkräftemangelverschiebung. Global nachhaltig ist die Migration in diesem Fall also kaum. Pflegeberufe sollten attraktiver werden, ist ein Wunsch der Zukunftsplaner/innen. Wo allerdings ohnehin schon zu wenig Personal vorhanden ist, da zieht es auch keine weiteren Kreise hin, denn die Überforderung ist dort vorprogrammiert. Es ist also der Wurm drin in einem Bereich, der für alle in der Gesellschaft in sensiblen Lebensphasen überlebensnotwendig ist. Der Reichtum Österreichs hilft da nicht viel. Denn Geld alleine pflegt nicht.
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