BRIEF_KASTEN
Ganz selten sind die Martins. Der Name ist wohl sehr bekannt, aber wir sind nicht allzu viele. Und als Taufname ist Martin zurzeit auch nicht Favorit. Für mich ist Martin von Tours aber ein spannender Heiliger. Er lebte als junger Soldat „quer“ zum gesellschaftlichen Mainstream. Viele damals verstanden nicht, dass er nun unbedingt Christ sein wollte, verbaute er sich damit doch die Laufbahn beim Militär. Dieses „Quer-leben“, das verbindet uns zwei. Den nicht nur irdischen Blick, den nehme ich gern von ihm, dem heiligen Martin. Wo würde der heilige Martin heute „quer-leben“? In der jugendlichen Klimabewegung? In der allzu frommen Kirche? Dann passen wir zwei auch zusammen. Die Christen in seinem Land wollten ihn zu ihrem bischöflichen Hirten haben und er versteckte sich im Gänsestall. Auch diese klerikale Bescheidenheit tut gut. Und der geteilte Mantel? Der heilige Martin war auf frühen Darstellungen auf gleicher Augenhöhe mit dem Bettler, keiner, der vom hohen Ross aus gnädig teilt! Auch hier bist du mir Vorbild.
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