BRIEF_KASTEN
Erst in meinem Theologiestudium entdeckte ich, dass mein Namenspatron der „Selige Karl der Gute“ ist und nicht Karl d. Große, wie ich meinte.
2013 machte ich mich zu Fuß auf den Weg zu meinem Namensheiligen. Aufgeteilt auf zwei Sommerurlaube, nach ca. 1200 Kilometern und sieben Pilgerwochen, kam ich nach Brügge/Belgien, wo seine Gebeine in der Salvatorkirche ruhen.
Seither ist er ganz mein Namenspatron, dessen Leben und Tun mir Vorbild ist: Karl I., Graf von Flandern seit 1119. Er gab seinem Land die Ruhe und den Frieden eines Klosters, sagte ein Zeitgenosse, sein Ruf als der Gute war weit verbreitet. Karl traf während der großen Hungersnot von 1124/25 einzigartige Maßnahmen zugunsten der Bevölkerung und ging gegen mächtige Rechtsbrecher vor, was ihn beim Adel unbeliebt machte.
Er wurde am 2. März 1127 in der Kirche St. Donatian in Brügge während der Messe ermordet und bald als Märtyrer verehrt.
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