BRIEF_KASTEN
Biblisch ist sie nicht belegt, trotzdem besuchen sie Menschen seit Jahrhunderten.
Die Legende besagt, dass sich die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten in der Grotte versteckt habe. Maria habe Jesus hier gestillt, wobei ein paar Tropfen Muttermilch auf den Boden gefallen seien und das Gestein weiß gefärbt hätten. Soweit handelt es sich um eine schöne, ja geradezu intime Legende.
Schwieriger wird die Angelegenheit damit, dass pulverisiertes Gestein zur „Milchreliquie“ wurde. Und zu Herzen gehend, aber auch problematisch ist die Tatsache, dass die Grotte von kinderlosen Paaren mit der Hoffnung aufgesucht wurde, dass sich dadurch der Nachwuchs einstellen würde.
Die Verbindung von einem ernsten Anliegen und Wunderhoffnung ist für uns schwer nachvollziehbar. Doch auch wenn die Milchgrotte kein biblischer Ort ist, kann er daran erinnern, dass auch Jesus im Schutz einer Familie aufwuchs.
Was also bleibt, ist die Erinnerung an familiäre Intimität, die auch Jesus erlebte – wo auch immer.
Welcher Männerorden ist schon lange für die Betreuung besonderer Stätten im Heiligen Land zuständig und kümmert sich auch um die Milchgrotte?
Einsendungen bis 2. Jänner 2022 an: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz; E-Mail: gewinnen@kirchenzeitung.at
Lösung von Ausgabe 49: Thomas von Aquin
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