BRIEF_KASTEN
Bei Recherche-Besuchen in den Pfarren kommt immer wieder einmal die Rede auf die alte Zeit. Anlass dafür ist das – unausweichliche – Gespräch über die aktuell laufende Reform der Pfarrstruktur in der gesamten Diözese.
Im Pfarrhof von Ried in der Riedmark findet sich eine Landkarte, die die Größe der Pfarre rund um die Gründung im Jahr 823 zeigt. Aus dem ursprünglichen Pfarrgebiet, das von der Donau bis fast an die heutige tschechische Grenze reichte, sind zwölf Pfarren „herausgewachsen“.
Jetzt erleben wir gerade die umgekehrte Bewegung. Sie werden wieder zusammenwachsen.
Oder die bald neue Pfarre Steyrtal: Sie entspricht in etwa dem Gebiet, das einst dem Stift Garsten zur Seelsorge anvertraut war.
Die beiden Beispiele ließen sich vermehren.
Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Strukturen als Basis für die Pastoral gab. Einmal große, dann sehr kleine und jetzt wieder größere.
Der Rückblick macht deutlich, dass Seelsorge schon unter vielen Rahmenbedingungen möglich war. Im Schauen auf die Geschichte liegt etwas Beruhigendes. Das kann helfen, die Gegenwart mutig anzunehmen.
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