BRIEF_KASTEN
Der Wappenspruch, den er sich bei der Wahl zum Propst ausgesucht hat, steht nicht nur für sein Wirken als Oberer des Stiftes, sondern charakterisiert sein ganzes Leben: „Wir sind Mitarbeiter eurer Freude“. Diesen Satz aus dem 2. Korintherbrief (2 Kor 1,24) versuchte er zu verwirklichen, wo immer er war. Eberhard – mit Taufnamen Franz – Vollnhofer wurde 1934 in Stögersbach, Pfarre Bromberg in der Buckligen Welt (NÖ), geboren. Die Pfarre ist eine inkorporierte Pfarre des Stiftes Reichersberg. 1955 trat er bei den Chorherren in Reichersberg ein, 1960 wurde er zum Priester gweiht. Nach einigen Studiensemestern an der Hochschule für Bodenkultur in Wien wurde er 1962 zum Hofmeister des Stiftes ernannt. Seelsorglich begann H. Eberhard als Kaplan in Lambrechten, zusätzlich unterrichtete er Religion an verschiedenen Schulen der Region. In jungen Jahren spielte er auch mit Begeisterung Fußball. Von 1970 bis 1984 war er Pfarrprovisor in Antiesenhofen. Am 11. Juni 1980 wurde er zum 72. Propst des Stiftes Reichersberg gewählt. In seiner Amtszeit erreichte das Haus den Höchststand an Ordensleuten in dessen mehr als 900-jährigen Geschichte. Mit dem 70. Lebensjahr legte Eberhard Vollnhofer 2005 sein Amt als Propst nieder. Die Tätigkeit als Gefangenenseelsorger ab 1990 in der Justizanstalt Suben, die ihm sehr am Herzen lag, übte er weiterhin bis 2015 aus. Für Eberhard Vollnhofer wird am 5. Mai 2019 um 19 Uhr in der Stiftskirche gebetet. Der Begräbnisgottesdienst findet am 6. Mai 2019 um 13 Uhr in der Stiftskirche statt, anschließend wird der Verstorbene in der Pröpstegruft beigesetzt.
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