BRIEF_KASTEN
Sie kennen sicher auch den Spruch: „Was red ma denn lang.“ Eben! Wenn ein Jugendlicher auf Firmwochenende fährt und nach drei Tagen zurückkommt, muss es reichen, wenn er auf die Frage „Wie war’s?“mit „Eh“ antwortet. „Eh“ heißt so viel wie: „Das Wetter war okay, das Essen ging so, die Leute waren dieselben wie immer und sonst ist nichts Aufregendes passiert.“ Kurz zusammengefasst: „Eh.“ Gleiches gilt für den Ehemann, der einen anstrengenden Tennistag mit vielen Meisterschaftsspielen hinter sich gebracht hat. Wenn er sich dann über die Stufen in den zweiten Stock schleppt und nach Wasser lechzt, kann er auf die Frage, wie es gelaufen ist, nur noch ein „Eh“ herausstoßen. Das heißt wahrscheinlich, dass an diesem Tag ein paar verlorene Kämpfe zu beklagen sind, ein Doppel gewonnen wurde und das Wetter okay war, schlicht: „Eh!“ Mein Sohn dagegen sagt nicht „Eh“, wenn ich ihn frage, wie es in der Schule war, sondern: „Wie immer!“ Da sage ich nur noch: „Ach so, eh! Aha!“ So geht das.
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