BRIEF_KASTEN
Beim Begriff „hausgemacht“ denke ich an bäuerliche Direktvermarkter/innen, vor allem an meinen Lieblings-Mostheurigen. Da steht „hausgemacht“ für Qualität. Ich denke an den Birnensenf, eine Spezialiät des Heurigen, oder an den Senfkaviar, beides Entwicklungen des Chefs. Damit die Bäuerin nicht beleidigt ist, soll natürlich auch ihr hervorragendes Birnenchutney erwähnt werden. Nicht nur bei meinem Mostheurigen, sondern quer durch das ganze Land steht „hausgemacht“ für mit viel Ideenreichtum Hergestelltes, für Besonderes mit Qualität.
Warum nur ist das in der Kirche nicht so? Da hat „hausgemacht“ leider einen anderen Beigeschmack. Von Groër bis zum „St. Pöltner Seminar“ – um in der Vergangenheit zu bleiben – waren ganz viele Probleme der Kirche hausgemacht. In der Gegenwart ist es nicht viel anders. Sollte die Kirche nicht von den Landwirten lernen, damit das Wort „hausgemacht“ auch in ihr einen guten Klang bekommt? Das kirchliche Grundprodukt, das Evangelium, ist spitze, die Verarbeitung lässt oft zu wünschen übrig. Wie man das ändern könnte? Ich weiß es nicht. Doch vielleicht sollten alle, denen die Kirche am Herzen liegt öfter zum Mostheurigen gehen. Womöglich stößt man dort auf Inspiration.
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