BRIEF_KASTEN
Angesichts der derzeitigen Einschränkungen ist mir im Evangelium der Heiligen Nacht etwas aufgefallen: Josef geht nach Betlehem, um einer Anordnung zu entsprechen, sich nämlich für die Volkszählung eintragen zu lassen. Und just in diese Situation hinein ereignet sich die Menschwerdung Gottes – inklusive provisorischer Unterkunft in einem Stall. Die äußeren Umstände haben letztlich keinen Einfluss darauf, dass Gott seine unendliche Solidarität mit uns Menschen zeigt und in diese Welt kommt. Sie beeinflussen allerhöchstens das Wie.
In Österreich kann heuer (mit Stand Ende vergangener Woche) unter Auflagen in den Kirchen Weihnachten gefeiert werden. Das ist besser als in anderen Gebieten, wo das nicht möglich ist. Aber auch hier gilt: Es ist Weihnachten, ganz egal wie die Umstände sind. Das ist das Entscheidende!
Auch wir Christ/innen sind aufgerufen, Gott und sein Reich in dieser Welt erfahrbar zu machen – in konkreten Akten der Gottes- und Nächstenliebe. Mag sein, dass das Corona in manchen Bereichen einschränkt. Aber wer ehrlich ist, muss zugeben: Akte der Gottes- und Nächstenliebe sind immer möglich – die Umstände mögen Einfluss auf das konkrete Aussehen haben, nicht aber darauf, dass gehandelt werden kann. Denn auch Jesus ist der „Gott mit uns“ (Immanuel) immer im konkreten Hier und Heute.
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