BRIEF_KASTEN
„Wenn Putin uns versklaven will, muss er uns töten. Wir werden bis zu Ende kämpfen, wenn nötig mit bloßen Händen“, wild entschlossen klang der frühere ukrainische Botschafter in Wien, Alexander Scherba, im ORF-Interview aus Kiew.
Die Klarheit und Entschlossenheit der Ukrainer/innen fasziniert. Dafür stellt man doch gerne Waffen zur Verfügung.
Doch wohin führt es?
In wenigen Wochen würde die Ukraine ein Trümmerhaufen mit zigtausenden Toten sein, befürchten besonnene Experten.
Doch was ist die Alternative? Manche loben den gewaltfreien Widerstand der „Tschechoslowaken“ im Jahr 1968 – auch damals rollten russische Panzer.
Aber was hat der Widerstand gebracht? Es folgte eine Phase der politischen „Säuberungen“ und 21 weitere Jahre sowjetischer Vormundschaft. Ist das eine Werbung für Gewaltfreiheit? Nein. Einen Versuch ist es dennoch wert.
Zwar braucht es einen langen Atem und die Einübung der Gewaltfreiheit bereits vor dem Ernstfall. Wenn bereits die Wogen hochgehen, ist es für den „Übungsfall“ zu spät – sowohl für bewaffnete Zivilisten als auch für gewaltfreie Methoden.
Präsident Putin muss gestoppt werden. Das wird ein großes Wunder brauchen.
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