BRIEF_KASTEN
Der heilige Georg wird einem namenslosen Märtyrer unter dem römischen Kaiser Diokletian zugeordnet. Die Drachenlegende, in der Georg die jungfräuliche Königstocher vor der Bestie rettet, kommt erst im Mittelalter dazu. Georg wird als Ritter auf einem weißen Pferd mit Lanze dargestellt.
Als Kind hat mich diese starke Symbolik eines Ritters, der das Böse bekämpft, fasziniert. Georg wird aus dem Altgriechischen abgeleitet und bedeutet Landwirt. Da ich auf einer Landwirtschaft aufgewachsen bin, konnte ich mich damit identifizieren.
Im Laufe meines Theologiestudiums ist der Glanz der Ritterrüstung des Georg etwas verblasst. Mir wurde bewusst, dass er in Zeiten der Kreuzzüge populär wurde und dass man auch beim Bösen nicht immer mit dem Schwert dreinschlagen kann oder soll. Gerade das Böse/Unausgegorene in einem selbst gilt es, anzunehmen und nicht zu bekämpfen – nur so kann man persönlich wachsen.
Der heilige Georg wird heute als einer der 14 Nothelfer verehrt, der für die Wetterempfindlichen und das gute Wetter zuständig ist. In Zeiten der Klimakrise hat er da wohl eine Herkulesaufgabe bekommen. Da sollten wir ihn mit der Reduzierung des Ausstoßes von Klimagasen wohl rasch unterstützen.
Georg Wasserbauer, KBW-Treffpunkt Bildung, Regionen, Sinnergie, Sinnquell, Erzählcafé
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