BRIEF_KASTEN
„N-A-I-R-O-L-F“, das ist eine der ersten Erinnerungen, wo ich mich bewusst mit meinem Vornamen beschäftigt habe, indem ich die Buchstaben in umgekehrter Reihenfolge anordnete. Ich habe meinen Vornamen schon immer etwas altmodisch empfunden.
Dieses Feeling wurde durch meinen zweiten Vornamen Karl und die Tatsache, dass in einer Mauer meines Elternhauses eine kleine Steinikone des ‚Heiligen Florian‘ steht, der gerade dabei ist, ein brennendes Haus zu löschen, nicht gerade beschwichtigt.
Florian Karl – irgendwie konservativ, unspektakulär und dazu neigend zwischen den dem Zeitgeist mehr entsprechenden Sebastians, Dominiks und Benjamins unterzugehen und lieber mit dem Löschen von brennenden Häusern beschäftigt ist. Eigentlich eine gute Sache, aber erklären Sie das einmal einem Sechsjährigen.
Später konnte ich mir dann doch ein positiveres Bild davon machen. Florian – ein Name mit Geschichte und Symbolik. Er leitet sich von „blühend“ oder „prächtig“ ab und hat zusätzlich eine Namenspatronat, das als Schutzpatron der Feuerwehrleute bekannt ist.
Dadurch ist er ein wunderbarer Spagat zwischen Schutz und Blütenpracht. Er erzählt eine Geschichte, die in ihrer Einzigartigkeit blühen kann, gleichzeitig aber von Schutz und Geborgenheit umgeben ist.
Florian Hareter, Institut Ausbildung, Abteilungen Bildnerische
Erziehung und Textiles Gestalten, PH Diözese linz
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