BRIEF_KASTEN
Vor allem das eigene Verhalten bleibt oft unverändert. Dass es Pläne gibt, mit Steuern quasi „gegenzusteuern“, klingt zwar gut, funktioniert aber so einfach nicht (siehe „Steuern sind keine Wundermittel").
Nun brennen Regenwälder im Amazonasgebiet, die Folgen sind noch unabschätzbar. Aber erneut wird deutlich, wie fragil und begrenzt die Lebensgrundlagen auf dieser Erde sind. Das gilt aber nicht nur für das Klima, sondern auch für Trinkwasser oder Nahrung. Die steigende Weltbevölkerung wird derzeit praktisch nicht diskutiert.
Offenbar brauchen wir zu den globalen Problemen eine emotionale Bindung: Wenn es in Amazonien brennt, wissen wir zwar, dass es das „Dach“ der Menschheit ist, das da Feuer gefangen hat. Aber wir empfinden es nicht so. Nur: das „Floriani-Prinzip“, wonach es nicht unser Problem ist, solange es woanders brennt, funktioniert hier nicht. Diese logische Einsicht auch zu verinnerlichen, wäre eine Einladung für die „Schöpfungszeit“, die die Kirche von 1. September bis 4. Oktober begeht.
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