BRIEF_KASTEN
Schon wieder steigen in diesem Herbst die Coronazahlen: die Infektionen und damit in der Folge die Belegung in den Krankenhäusern mit Coronapatienten. Der jüngst von der Regierung vorgelegte Stufenplan sieht manch wirkungsvolle Maßnahmen erst dann vor, wenn die Intensivstationen bereits unter Überlastung ächzen werden. Diese drohende Gefahr wird verdrängt, was angesichts der Erinnerungen an den Herbst 2020 unverständlich ist. Kein Wunder, dass die Ampelkommission empfiehlt, Maßnahmen des Stufenplans vorzuziehen.
Rasch handeln heißt es nun aber auch bei der dritten Impfung für die Senioren. Erst vor wenigen Tagen machte Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, darauf aufmerksam, dass die Rate der Covid-Drittimpfungen in Alters- und Pflegeheimen mit rund 30 Prozent noch relativ gering ist. Dabei zeigen Erfahrungen aus Israel, dass der Impfschutz nach ein paar Monaten nachlässt und es gerade bei älteren Menschen dadurch zu mehr Impfdurchbrüchen kommen kann. Es gilt auf den engagierten Einsatz der Ärzte, die bei vielen Menschen mit Auffrischungsimpfungen anfingen als die Europäische Arzneimittelagentur mit einer Empfehlung noch zauderte, aufzubauen. Die Impfkampagne für die Älteren muss an Fahrt aufnehmen. Dass gleichzeitig die Gesamt-Durchimpfungsrate in der Bevölkerung steigen muss, steht sowieso außer Zweifel.
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