BRIEF_KASTEN
Massengräber enthüllen in der Ukraine neue Massaker. An ein besonders grausames Verbrechen aus dem Zweiten Weltkrieg erinnert die Schlucht Babyn Jar bei Kiew. Es waren auch russische Künstler, die es einst in Erinnerung riefen.
1941 erschossen SS-Männer unter Mithilfe der Wehrmacht in Babyn Jar über 33.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus der Ukraine. Das Verbrechen wurde in der Sowjetunion totgeschwiegen.
Der Dichter Jewgeni Jewtuschenko veröffentlichte 1961 ein Gedicht, das an das Massaker erinnerte und den sowjetischen Antisemitismus anprangerte, der ein Gedenken verhinderte.
Das Gedicht beginnt mit den Worten: „Über Babyn Jar, da steht kein Denkmal“, was damals zutraf. D
er Komponist Dmitri Schostakowitsch vertonte das Gedicht in seiner 13. Symphonie. Die Sowjetmachthaber versuchten, die Uraufführung zu verhindern. Der Dirigent Jewgeni Mrawinski weigerte sich, das Werk zu dirigieren, woran seine Freundschaft mit Schostakowitsch zerbrach.
Dennoch wurde das Werk 1962 unter Kirill Kondraschin uraufgeführt. Heute gibt es Stimmen, russische Musik wegen Putins Krieg nicht aufzuführen. Ist das richtig?
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