BRIEF_KASTEN
Aufhorchen. Aufatmen. Aufleben. Auferstehen sogar. Ein großes „Auf“ des Lebens – das ist Ostern. In einer Zeit, in der die Hoffnung so ziemlich am Boden erscheint, als wäre sie unerlaubter Luxus, feiern Christinnen und Christen die Auferstehung Jesu.
Mensch, du bist nicht verloren! Dieses kleine Wort „auf“ birgt eine gewaltige Hoffnungskraft.
Der Karfreitag, diese Niederschmetterung des Lebens in die Aussichtslosigkeit, ist nicht das Ende. Gott lässt es nicht zu. Ein neues „Auf“ setzt er. Ein Auferstehen.
Der Glaube spannt den Bogen zwischen diesen beiden Wirklichkeiten: Tod und Leben.
Menschen neigen dazu, beides aus ihrem Leben auszublenden. Um das Kreuz machen sie lieber einen Bogen. Dem Leiden und vor allem dem Tod wollen sie lieber nicht ins Auge sehen müssen. Aber auch in Himmel und Auferstehung Vertrauen zu fassen, will vielen nicht mehr so recht gelingen. Solcher Glaube ist ihnen fremd geworden. Ihr Hoffen bewegt sich in den Grenzen der irdisch erfahrbaren Lebensbelange.
Gott hat es umgedreht. Nicht das „Nieder“, ein „Auf“ steht am Ende. „Die auf ihn blickten, werden strahlen“, lautet ein Vers im Psalm 34. Aufschauen darf man, den Blick empor darf man richten. Gott hat diese Hoffnung den Menschen in das Herz gesät. Man schaue hinaus auf die Felder: Die Saat – sie geht auf.
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