BRIEF_KASTEN
Die Kathedrale von Córdoba wurde unter der islamischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel (8. bis 15. Jahrhundert) als Moschee errichtet. Sie ist ein Denkmal, das nachdenklich macht.
Nach der Rückeroberung Spaniens pflanzte man in die riesige Gebetshalle ein gotisches Kirchenschiff hinein. Das Signal war klar: Spanien hatte ausschließlich katholisch zu sein. Diesem Akt war eine lange Entwicklung vorausgegangen: Unter den Goten war Spanien christlich. Die Eroberung durch die Mauren machte die Iberische Halbinsel muslimisch. Allerdings gab es gerade am Beginn der maurischen Herrschaft verhältnismäßig tolerante Zeiten. Das änderte sich mit einem politischen Machtwechsel bei den Mauren. Nach der Wiedereroberung ganz Spaniens durch die „katholischen Könige“ wurden Muslime und Juden zwangsgetauft oder vertrieben. Die Mezquita symbolisiert beides: Toleranz, die es auch gab, und Gewalt.
Welche zwei Personen sind in Spanien mit den „katholischen Königen“ gemeint?
Einsendungen bis 19. März an: Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 8, 4020 Linz; gewinnen@kirchenzeitung.at
Lösung aus Ausgabe 8: 996 n.Chr.
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