BRIEF_KASTEN
Der Sommer kann das manchmal: Man liegt in der Sonne, die Sonnenstrahlen wärmen den Körper, ein Lüfterl weht, von irgendwoher ein Kinderlachen. Das Herz wird leicht, man könnte die ganze Welt umarmen. Ein schönes Gefühl, das man gerne für die kalte Jahreszeit mitnehmen möchte.
Die kalten Tage gibt es nicht nur im Winter. Nicht nur das Wetter schlägt manchmal um, auch die eigene Stimmung. Das Glücksgefühl zerbröselt. Die Menschen um einen herum werden als anstrengend erlebt, die immer gleichen Probleme – und Lösungen, die oft keine sind – nerven. Die Last wird zuviel, das eigene Unvermögen wird dann gerne auf andere projiziert. Dass andere am eigenen Unglück schuld sind, ist auch viel praktischer. Man kann mit sich und der Welt unversöhnt bleiben. Die ersehnte Leichtigkeit am Ende der Urlaubszeit – plötzlich verschwunden!
Die ganze Welt zu lieben fängt für mich im Kleinen an: bei jenen Menschen, die im Alltag an unserer Seite sind – zu Hause, in der Arbeit, im Freundeskreis oder in der Pfarre. Der Kreis kann immer größer werden, Solidarität darf wachsen. Wie begegnen wir einander? – Respekt, Anerkennung, Wertschätzung zählen dazu. Hier geht es nicht um sommerliche Gefühle, sondern um eine Haltung, wie sie auch im Sonntagskommentar beschrieben wird.
Alle Welt lieben? – Ich muss das nicht alleine leisten. Wir sind zuerst von Gott geliebt und beschenkt. Eine Zusage, die unsere Welt verändern kann.
Zu jeder Jahreszeit.
BRIEF_KASTEN
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