BRIEF_KASTEN
Nehmen wir unseren Kater als Beispiel. Dessen Verhalten zeigt erstaunliche Parallelen zu jenen von Teenagern. Den ganzen Tag verschwindet er, ohne auch nur einen kleinen Hinweis zu hinterlassen, wohin er gegangen sein könnte. Abends kommt er dann maulend heim und fordert, man möge ihm sofort etwas zu Essen hinstellen. Ohne ein Danke schlingt er seine Portion Rind in Gelee hinunter und verschwindet wieder grußlos.
Ich seufze, weil ich genau weiß, dass er sich wieder die ganze Nacht um die Ohren schlagen wird.
Eltern von Teenagern mögen mich eines Besseren belehren, aber genauso stelle ich mir das Leben mit 16-Jährigen vor. Naja, unser Kater kommt zumindest ab und zu, wenn ihm zwischendurch danach ist, zum Abholen von Streicheleinheiten vorbei. Wenn er mich dann liebevoll mit seinem Köpfchen anstupst und schnurrt, als gäbe es kein Morgen – ja, dann kann ich ihm eigentlich auch gar nicht mehr böse sein.
Machen das Teenager bei ihren Eltern auch so?
BRIEF_KASTEN
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