BRIEF_KASTEN
Ein verschärfter Lockdown gilt nun in Oberösterreich und Salzburg. Veranstaltungen bis 6. Dezember sind untersagt, aber „Kultur- und Sportveranstaltungen im professionellen Bereich mit zugewiesenen Sitzplätzen bleiben für Geimpfte und Genesene (2-G-Regel) weiterhin möglich,“ so heißt es in der Verordnung vom 15. November. Hilfen für Kulturschaffende wurden bereits zugesagt. Viele Verantwortliche – Veranstalter wie Kunst- und Kulturschaffende – bleiben vorerst ratlos zurück. Ist ein kleines Kulturhaus in Braunau professionell genug, um Veranstaltungen durchzuführen? Darf ein privater Veranstalter in Wels Konzerte mit Profis anbieten? „Wir wissen es nicht!“, sind die Rückmeldungen derer, die seit Jahrzehnten abseits von großen Häusern das Kulturland in Oberösterreich beleben. Wieder einmal zeigt sich, dass Kultur einen schweren Stand hat. Ist sie unverzichtbar, notwendig, gesellschaftlich relevant oder doch nur ein netter Zeitvertreib? In einer Verordnung des Bundes werden Freizeit- und Kultureinrichtungen im gleichen Atemzug abgehandelt: nach Tanzschulen, Bädern und Tierparks werden Museen, Ausstellungshäuser und Konzertsäle aufgezählt. „Da wir Kultur als ein unverzichtbares Lebensmittel sehen, spielen wir auch am kommenden Wochenende“, sagt dazu der Sprecher des Kulturvereins Etty. Mit Maske und 2-G-Regel – es sind schließlich Profis, die hier am Werk sind.
BRIEF_KASTEN
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>