BRIEF_KASTEN
Als Bischof von Rom in der Zeit zwischen zwei Wellen der Christenverfolgung sah sich Cornelius (gestorben im Jahre 253) großen Herausforderungen gegenüber:
Wie sollte erstens mit jenen Menschen umgegangen werden, die dem Druck der Verfolgung nicht standgehalten hatten und vom Christentum abgefallen waren? Sollten sie eine Chance zur Wiederaufnahme in die Kirche bekommen? Zweitens und damit verbunden war die Auseinandersetzung mit seinem Widersacher und Gegenpapst Novatian. Dieser war für eine harte Linie gegenüber den Abgefallenen. Cornelius trat für einen Weg ein, nach Reue und Buße wieder in die Kirche aufgenommen zu werden. Eine von Cornelius im Herbst 251 einberufene Synode sprach sich für seine milde Haltung aus. Novatian und seine Anhänger/innen wurden exkommuniziert, es kam zu einer Kirchenspaltung.
Gegen Ende seines Lebens sah Cornelius die Kirche erneut der Christenverfolgung ausgesetzt. Der Legende nach erlitt er einen Märtyrertod. Neuere Forschungen gehen dagegen davon aus, dass er sich ins Exil retten konnte und dort starb. Die Gruft des Papstes Cornelius wurde 1852 in der Calixtus-Katakombe an der Via Appia in Rom wiedergefunden. Diese Entdeckung durch den Archäologen Giovanni Battista de Rossi gilt als wichtiger Meilenstein in der wissenschaftlichen Katakombenforschung.
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