BRIEF_KASTEN
Wenn man wie ich in einem Dorf im Mostviertel aufwächst, ist es dem Dialekt geschuldet, dass manche Wörter schlampig oder manche Buchstaben beim Sprechen überhaupt gar nicht ausgesprochen werden. So passiert das auch mit Namen – so wie meinem!
Ich hasste es, wenn ich meinen Namen, der proper ausgesprochen grundsätzlich klingend ist, nicht von dem Rufnamen eines Haustiers unterscheiden konnte. Mir war es unverständlich, warum mich meine jüngeren Geschwister bis zu meinem 9. Lebensjahr „Lela“ nannten und nicht fähig waren, meinen Namen korrekt auszusprechen.
Mein Name und ich waren seit jeher auf Kriegsfuß. Auch wenn mir meine Oma immer freundlich am 31. März zum Namenstag gratulierte.
Aus Cornelia wurde einfach Conny – kurz, knapp und phonetisch einwandfrei. Dafür mit anderen Hindernissen, die zwar nicht die Aussprache betreffen, aber die Rechtschreibung: denn Conny immer mit zwei N und einem Y!
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