BRIEF_KASTEN
14 Jahre alt war Bernadette Soubirous, als sie zwischen Februar und Juli 1858 nahe Lourdes laut eigenen Angaben Erscheinungen einer „Dame in weißen Gewändern“ hatte, die sich auf Nachfrage als „Unbefleckte Empfängnis“ vorstellte.
Soubirous, ein Kind aus armen Verhältnissen, war dabei nie allein, zum Teil waren große Menschenmengen zugegen. Die Kirche wertete dieses Geschehen als Marienerscheinung. In der Grotte, wo laut Soubirous die Erscheinungen stattfanden, legte sie eine Quelle frei.
Heute ist Lourdes ein weltbekannter Wallfahrtsort. Soubirousʼ Geschichte geht dagegen eher traurig weiter: 1866 trat sie bei den Sœurs de la charité de Nevers ein, doch schon im selben Jahr zeigte sich ihr schlechter Gesundheitszustand durch eine lebensbedrohende Erkrankung. Schließlich starb sie 1879 mit 35 Jahren an Knochentuberkulose.
Ihre Novizenmeisterin und spätere Ordensobere Marie-Thérèse Vauzou widersetzte sich der Anerkennung von Soubirousʼ Erscheinungen und ersuchte, ein Seligsprechungsverfahren für ihre frühere Untergebene erst nach ihrem eigenen Tod zu beginnen.
Bernadette Soubirous wurde 1925 selig- und 1933 heiliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 16. April, ihr Todesdatum. Ihr Leichnam ruht heute in einem gläsernen Sarg in Nevers.
Sie war die erste heiliggesprochene Person, von der es fotografische Aufnahmen gibt.
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