BRIEF_KASTEN
Die heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute. Ich liebe die Berge, sie geben mir Kraft und verdeutlichen mir die Schönheit unserer Welt – weit ab von der aktuellen Pandemie.
Barbara bedeutet auch „die Fremde“. Einen liebevollen Kontakt zu meinen Mitmenschen zu pflegen, ist und war mir immer ein Anliegen. Ich schätze den sozialen Kontakt, den Austausch und die Gespräche, die sich gegenwärtig vor allem in die virtuelle Welt verlagert haben.
Wie „fremd“ bin ich in der virtuellen Welt? In dem Buch „Der kleine Prinz“ (Antoine de Saint-Exupéry), das ich meinen Kindern gefühlte hundert Mal vorgelesen habe, vertraut der Fuchs dem kleinen Prinzen ein Geheimnis an:
„Man kennt nur die Dinge, die man zähmt […]. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich […] Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Also mache ich mich mit der virtuellen Welt vertraut und schaffe einen Raum, wo wir gemeinsam lachen, arbeiten und uns austauschen können.
Zwar weiß ich die Vorteile des digitalen Zeitalters sehr zu schätzen, aber wenn ich die Barbara-Zweigerln analog vor mir stehen sehe, ist mir das lieber.
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