BRIEF_KASTEN
Die gesetzliche Verpflichtung zur Erhaltung dazu endete mit 1. November. Eine Träne darf verdrückt werden.
Telefonzellen prägten das Ortsbild der 1970- und 80er Jahre. Sie waren, bildlich gesprochen, das Handy des einfachen Mannes.
Es ist für Kinder heute kaum noch vorstellbar, dass es Menschen gab, die ohne Fernseher, Computer und häusliches Telefon aufgewachsen sind. Ich bin eine davon. Meine Freundinnen habe ich von der in unserer Siedlung befindlichen Telefonzelle aus angerufen und oft sehr lange – umgeben von Spinnennetzen, Weberknechten und lästigen Fliegen – Probleme mit Erziehungsverantwortlichen oder pubertierenden Klassenkollegen besprochen. Oft war es heiß, kalt, stickig in der Zelle.
Manchmal wartete auch jemand vor der Türe, was das Ende eines Telefonats beschleunigte.
Heute stehen die „öffentlichen Sprechstellen“ schon lange leer. Ihr Betrieb rechnet sich nicht mehr. Sie werden mittlerweile als Litfaßsäulen oder kleine Tausch-Bibliotheken benutzt.
Und: Was machen Sie mit Ihrer Telefonzelle im Ort?
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