BRIEF_KASTEN
Nach 26 Jahren als Redakteur bei der Kirchenzeitung bin ich mit Anfang November in den Ruhestand gegangen. Wenn ich auf all diese Jahre zurückblicke, wird mir bewusst – und das nicht erst jetzt, beim Abschied –, dass meine journalistische Arbeit, auch mit dem dazugehörigen Stress, eine privilegierte war. Denn sie bestand zu einem erheblichen Teil aus Begegnungen mit Menschen, die von ihrer Sache erfüllt waren und beeindruckende Ideen umsetzten. Viele von ihnen gaben auch ihre Freizeit und Kraft für die Pfarre, man kann auch sagen: für das Reich Gottes. Diese Begegnungen habe ich immer als Geschenk empfunden, sodass ich über manche Kontroversen einfach hinwegsah – weil sie im Vergleich dazu nicht ins Gewicht fielen. Es war das Engagement dieser vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen, die in mir die Freude an der Kirche lebendig gehalten haben. Ich habe mich bemüht, diese Erfahrung in der Kirchenzeitung auch weiterzugeben. Das wischt mein Unverständnis über die verschleppten Reformen in der Kirche nicht vom Tisch, gibt ihm aber den entsprechenden Rahmen. Aus der Fülle der Aufgaben möchte ich den Kontakt zu den OÖ Missionar:innen und den bedrängten Christen im Nahen Osten herausgreifen. Ihr Glaubenszeugnis ist mir sehr kostbar. So sage ich Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, auf Wiedersehen und Danke!
Josef Wallner
Im Namen des gesamten Teams der Kirchenzeitung danke ich Josef Wallner für seine lange, engagierte, fachkundige und menschliche Mitarbeit. Zwar ist klar, dass er uns vom ersten Tag an in der Redaktion fehlen wird (unter anderem betrifft das seine große Erfahrung). Umso mehr freuen wir uns, dass er das Wort „Ruhestand“ eher relativ auffasst. So können wir uns dann und wann auch auf künftige Beiträge von ihm freuen.
Heinz Niederleitner
BRIEF_KASTEN
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