Sr. Petra Auzinger gehört dem Orden der Kreuzschwestern an. Sie wirkt als Seelsorgerin am Klinikum Wels-Grieskirchen.
Auch für die vielen Ehrenamtlichen, die immer wieder den bürotechnischen Service benötigen, sind die Pfarrsekretär:innen eine wichtige Anlaufstelle. Die Kirchenzeitung sprach mit der Vorsitzenden und der Schriftführerin des Berufsverbandes.
In den Pfarrbüros sind die Pfarrsekretär:innen in der Regel zu den Öffnungszeiten anzutreffen. Hier laufen die pfarrlichen Fäden zusammen. Hier ist der Knotenpunkt für Kund:innen, für Ehrenamtliche und Hauptamtliche in der Pfarrgemeinde.
Die Pfarrsekretär:innen sind oft der einzige Berührungspunkt zur Kirche. Deswegen tragen die Pfarrsekretär:innen die Verantwortung, dass sie allen Leuten ein freundliches Gesicht der Kirche zeigen. Dieser einzige Kontakt ist zum Beispiel, wenn sich jemand einen Taufschein holt, wenn jemand in einer kirchlichen Einrichtung wie etwa der Caritas zu arbeiten beginnt oder wenn das älteste Kind auf dem von der Pfarre verwalteten Friedhof ein Grab übernimmt.
Sandra Schaumberger und Viktoria Schapfl verstehen sich als Dienstleisterinnen, aber sie haben natürlich auch ein offenes Ohr, wenn jemand ein seelsorgliches Gespräch braucht. Da stellen sie die Verbindung zu einer/einem Seelsorger:in her oder hören den Menschen zu, weil sonst einfach keiner da ist. Die Klient:innen kommen und lassen eine Messe aufschreiben und es ergibt sich ein Gespräch, weil die Pfarrsekretär:innen spüren, dass es in dem Moment notwendig ist. Die Büroöffnungszeiten werden möglichst kundenorientiert gesetzt, allerdings ist das natürlich auch eine Kostenfrage. In Eferding behilft man sich so, dass bei Anrufen außerhalb der Pfarröffnungszeiten ein anderes Büro abhebt und so alle Wünsche entgegennehmen kann. Für einen persönlichen Segen am Sterbebett ist das Bestreben, rund um die Uhr erreichbar zu sein. Für die Vereinbarung eines Begräbnistermins soll nur ein Halbtag verstreichen.
Eine wichtige Gruppe, die den Service der Pfarrbüros in Anspruch nimmt, sind die Ehrenamtlichen wie etwa die Katholische Jugend und Jungschar, die Katholische Frauenbewegung und die Katholische Männerbewegung. Da helfen die Pfarrsekretär:innen etwa bei der Erstellung von Werbemedien oder bei der Koordination von Veranstaltungen. Das pfarrliche Personal, also Pfarrsekretär:innen, Reinigungskräfte und Mesner:innen, wird in der Regel von der Pfarre bzw. von der Pfarrkirche als Rechtsträger bezahlt. Einkünfte hat die Pfarre u. a. aus dem Rückfluss an Kirchenbeitragsgeldern, die der Pfarrgemeinde zur Verfügung gestellt werden, aber auch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, Sammlungen, Opferstock, Pfarrcafé oder der Betreibung des örtlichen Friedhofs. Das Statut und die Geschäftsordnung der Berufsgemeinschaft der Pfarrsekretär:innen der Diözese Linz wurde vor rund einem Jahr an die neue Struktur angepasst und von Bischof Manfred Scheuer bestätigt. Ansprechpartner:innen sind die Verwaltungsvorständ:innen.
Sandra Schaumberger ist es ein Anliegen, den 300 Pfarrsekretär:innen ihren Dank für ihre Veränderungsbereitschaft auszusprechen: „Ich möchte an alle Kolleg:innen Danke sagen, die schon 30 oder mehr Jahre in dem Beruf tätig sind und sich trotzdem auf die große Umstellung im Zuge der Umstrukturierung noch eingelassen haben und so zum Gelingen des kirchlichen Lebens vor Ort wesentlich beitragen. Das ist, so finde ich, alles andere als selbstverständlich.“
Sandra Schaumberger betont, dass sich der Anspruch an ihren Beruf sehr in Richtung Professionalität geändert hat, weil die gesamte Bürokratie einfach sehr umfassend geworden ist: „Mittlerweile braucht man wirklich eine gute Ausbildung als Bürokauffrau, am besten auch Kenntnisse in Betriebswirtschaft und dann noch ein bisschen Grafikdesign und Ähnlichem. Ich glaube, man kann ohne Übertreibung sagen, dass einen da sehr gute Organisationstalente mit einer sehr fundierten Ausbildung in den Bereichen Büro, Verwaltung, Management, ja Diplomatie empfangen.“

Sr. Petra Auzinger gehört dem Orden der Kreuzschwestern an. Sie wirkt als Seelsorgerin am Klinikum Wels-Grieskirchen.
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