BRIEF_KASTEN
Die Angst ist eine unwillkommene Begleiterin im Leben. Niemand hat sie gern. Als Fürchten, als Sorge, als ein Unbehagen stellt sie sich immer wieder ein. Man versucht, sie zu vertreiben, mit Therapien, Präparaten oder mit Ablenkungsstrategien. Manchmal bündeln sich die vielen kleinen Ängste zu einer einzigen großen Angst: um die Zukunft der Welt, um das Leben.
Viele versuchen, sie aus dem Leben hinauszudrängen. Doch wäre es nicht besser, einmal auf seine Ängste zu hören – was sie uns denn sagen wollen und warum sie gar so lästig sind? Wie jede Pflanze und auch jedes noch so kleine Tier seine Rolle im Kreis des Lebens erfüllt, so mag es auch bei den Herzensregungen des Menschen sein: der Angst zum Beispiel.
Das Wissen, das man im Lauf des Lebens gesammelt hat, die Gefahren, um die man weiß, die besorgniserregenden Nachrichten, die man schon gar nicht mehr hören mag: Was wollen sie uns denn ausrichten? Höre auf deine Ängste, traue ihnen! Lebe so, dass nicht kommen muss, was du fürchtest. Angst ist eine besondere Form von Mut. Sie drängt, dem Leben eine bessere Richtung zu geben.
„Fürchtet euch nicht!“ So liest man in der Bibel oft. Doch da wird die Angst nicht einfach fortgeschickt. Wo Menschen Vertrauen auf Gott setzen, kann die Angst zurücktreten – weil man angekommen ist, wohin sie uns führen will: ein Leben, in dem Menschen gut zueinander sind und in dem sie sich der Sorge Gottes anvertrauen.
Man soll sich die Angst nicht nehmen lassen. Wer auf sie hört, öffnet der Hoffnung die Tür.
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