BRIEF_KASTEN
Letztens gab es eine Premiere für mich: Ich war das erste Mal auf einer Babyparty, oder eigentlich einer „Gender Reveal Party“.
Bei dem ursprünglich amerikanischen Brauch wird bei einer Feier das Geschlecht des Babys offenbart. In unserem Fall verriet die Dekoration, arrangiert von den besten Freundinnen der werdenden Mutter, was es werden würde.
Entgegen meiner Vorbehalte bezüglich dieses Brauchs war die Babyparty doch ganz amüsant. Es wurden Lätzchen bemalt, eine Babybrei-Blindverkostung gab es und die baldige Mutter musste erraten, welche der von den Gästen mitgebrachten Babyfotos zu wem gehören.
Über das Schwangersein und die Geburt an sich wurde natürlich auch viel gesprochen. Was die eine Frau als typische Anzeichen für einen zukünftigen Sohn beschrieb (etwa die Bauchform), entkräftete die andere gleich darauf.
Wem wann und wie lange übel war, war ebenso ausführlich Thema wie Schmerzen und Dauer der Geburt sowie etwaige körperliche Folgen. Das Amüsante daran war, dass sich kein roter Faden festmachen ließ, kein „Schema F“, wie eine „normale“ Schwangerschaft und Geburt aussehen.
Das ist für mich als Nicht-Mutter einerseits verunsichernd, andererseits wieder beruhigend. Einig waren sich die jungen Mütter eigentlich nur in einem: dass es das „alles am Ende wert ist“.
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