BRIEF_KASTEN
Bis heute nennen mich alle Heidi.
Ich blättere in der Biografie meiner Namenspatronin Adelheid von Burgund und entdecke eine starke Frau.
Sie lebte im 9. Jahrhundert, war belesen, sprach vier Sprachen und spielte Harfe. Als Statthalterin in Italien und Kaiserin an der Seite von Otto I. prägte sie die Politik entscheidend mit. Sie förderte die Reform von Cluny, gründete mehrere Klöster. Wegen ihrer Mildtätigkeit und Hilfe für die Armen wurde sie gemocht und angefeindet.
Inmitten von Konflikten der Herrschenden wehrte sie sich nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes gegen die Verheiratung mit dem Sohn Berengars, wurde deshalb eingekerkert und konnte fliehen.
Sie ermutigt dazu, den eigenen Weg zu gehen, widerständig zu sein, politische Verantwortung zu übernehmen, Armen gegenüber nicht gleichgültig zu sein und als Frau die Welt wirksam zu gestalten.
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