Tausende Juden wurden in den letzten Kriegstagen vor 70 Jahren durch das Ennstal in Oberösterreich getrieben. Am 12. April 2015 erinnerten Hunderte Jugendliche gemeinsam mit Zeitzeug/innen an den Todesmarsch. In Gedenkfeiern setzten sie Schwimmkerzen als Mahnung an die Opfer in das Wasser der Enns.
Das heurige Gedenken an das Kriegsende 1945 ist schwieriger als jenes an den Ersten Weltkrieg im Vorjahr, sagt Heidemarie Uhl. Die Historikerin hat eine Ausstellung dazu am Wiener Heldenplatz mitgestaltet.
Vor 100 Jahren begannen die Deportation und Ermordung der größten christlichen Minderheit im Osmanischen Reich – der Armenier. Der Kirchenhistoriker Hacik Rafi Gazer beschäftigt sich mit dem Thema nicht nur beruflich, sondern auch privat. Er ist ein Nachfahre von Überlebenden des Genozids.