BRIEF_KASTEN
Daraus und aus dem jüdisch-christlichen Gedanken der Gottesebenbildlichkeit des Menschen entstanden über Jahrhunderte die Idee der Würde jedes Menschen und die Menschenrechte – in manchen Phasen auch gegen den Widerstand der katholischen Kirche.
1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Welch zivilisatorischer Fortschritt in der Menschheitsgeschichte!
Doch: Die Menschenwürde und die Menschenrechte sind an so vielen Orten auf dieser Welt gefährdet. Stimmen, die die universale Gleichheit aller Menschen infrage stellen, werden lauter. Zahlreiche Kriege und himmelschreiende Ungerechtigkeit stehen der Würde jedes Menschen diametral entgegen.
Manchmal möchte ich mich irgendwo hinstellen und rufen: alle, alle, alle!
Wirklich alle.
In solchen Momenten bin ich unendlich dankbar für meinen christlichen Glauben, der nicht nur die Würde jedes Menschen postuliert, sondern uns berechtigte Hoffnung macht, dass es anders sein könnte, als es ist.
„Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17,21).
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