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Die Organisationen warnten vor einer schleichenden Aushöhlung des Asylrechts und forderten eine Flüchtlingspolitik, die sich konsequent an den Menschenrechten orientiert.
Gefordert wurden faire und rechtsstaatliche Asylverfahren, menschenwürdige Aufnahmebedingungen sowie sichere und legale Fluchtwege. Humanitäre Aufnahmeprogramme, Resettlement-Maßnahmen, Familienzusammenführungen und humanitäre Visa könnten dazu beitragen, gefährliche Fluchtrouten zu vermeiden und Menschenleben zu schützen.
Besorgt zeigten sich die NGOs über Pläne auf EU-Ebene, Asylverfahren und Abschiebungen verstärkt in Drittstaaten auszulagern. „Die Auslagerung von Asylverfahren und Schutzverantwortung in Drittstaaten birgt die Gefahr, dass zentrale rechtsstaatliche Garantien aus dem Blick geraten. Europa darf seine Verantwortung für den Schutz von Menschen auf der Flucht nicht auslagern“, erklärte Caritas-Vorständin Marion Huber.
Die drei Organisationen appellierten an die EU und ihre Mitgliedstaaten, die Verpflichtungen aus der Genfer Flüchtlingskonvention und der Europäischen Menschenrechtskonvention uneingeschränkt einzuhalten. Das Recht auf Asyl und der Schutz vor Zurückweisung seien grundlegende Errungenschaften, die nicht zur Disposition stehen dürften.
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sieht die europäische Migrationsreform noch am Beginn ihrer Umsetzung: „Wir schaffen mehr Ordnung im eigenen Haus, damit wir besser kontrollieren können, wer in die EU einreist, wer bleiben darf und wer gehen muss.“ Auch wenn die Gesamtzahlen der Ankünfte zurückgingen, sei es legitim, dass Regierungen die Kontrolle über Zuwanderung behalten wollten. „Wir können diese Sorgen nicht ignorieren, sondern begegnen ihnen mit wirksamen, faktenbasierten Maßnahmen“, erklärte der aus Österreich stammende EU-Politiker.
Auf Österreich-Ebene kritisierten Caritas, Diakonie und Volkshilfe die seitens der Bundesregierung geplante Streichung der Familienbeihilfe für subsidiär Schutzberechtigte. „Wer bei Kindern spart, gefährdet ihre Zukunftschancen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Caritas-Generalsekretärin Anna Parr.
Die Sozialorganisationen appellierten an die Bundesregierung, die geplante Maßnahme zu überdenken und die Bekämpfung von Kinderarmut sowie die soziale Absicherung von Familien nicht weiter auszuhöhlen: „Wir erleben ein gefährliches Muster: Zuerst werden Leistungen für jene Gruppen infrage gestellt, die politisch wenig Gehör finden. Danach droht die Ausweitung auf immer größere Teile der Bevölkerung.“
Laut UNHCR waren Ende 2025 weltweit 118,7 Millionen Menschen auf der Flucht. Damit war rund jeder 70. Mensch weltweit betroffen.
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