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Sportaerobic“, kam erst im Jahr 2000 aus den USA nach Österreich. „Mit Aerobic-Videos, in denen in den 80er-Jahren grellbunte Vorturnerinnen mit Dauerwelle zum Mithüpfen aufforderten, hat sie allerdings recht wenig zu tun“, schrieb die Kirchenzeitung. Nicht länger als 1:45 Minuten dauerte eine Übung bei einem Sportaerobic-Wettkampf. „Und trotzdem ist man ‚komplett fertig nachher‘“, erzählte Lubi Gazov der Kirchenzeitung. Aber oft auch glücklich, wie im Sommer 2006, als die Linzerin in Los Angeles 26 Konkurrentinnen hinter sich ließ und U18-Weltmeisterin wurde. Sie hatte sich eine sehr anstrengende Sportart ausgesucht, die enormes Training, Ausdauer und Körperbeherrschung verlangt. „Sportaerobic vergleicht man mit dem 800-Meter-Lauf. Du kannst im Training eine Übung nur einmal machen“, erklärte sie. „Wenn sie nicht gelingt, gibt es keine zweite Chance, weil sie so viel Kraft kostet“, ergänzte Petra Gazov, Mutter und Trainerin von Lubi.
Sechs Stunden täglich trainierte die 17-jährige BORG-Schülerin vor einem Wettkampf, ansonsten reichten drei bis vier. Trotzdem müsse sie auf nichts verzichten, erzählte sie. Ob eine Spitzensportlerin auch Zeit für Freundschaften habe, fragte die Kirchenzeitung. „Sicher“, sagte Lubi. „Ich lerne bei jedem Wettkampf neue Leute kennen.“
Nach dem großartigen Erfolg in Los Angeles setzte sich die Weltmeisterin neue Ziele. Sie wollte zu den drei besten Sportaerobic-Akrobatinnen der Welt gehören. Tatsächlich krönte sie sich im Jahr 2014 in Cancún zur Weltmeisterin in der Sportaerobic. Heute lebt sie übrigens auf Hawaii. In Honolulu eröffnete sie ihr eigenes Fitnessstudio.
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