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Nach den vier Hopfenbuchen, die 2022 im größten Hitzebereich gepflanzt wurden, steht nun der nächste Begrünungsschritt an. Das Projekt, das die Stadtmitte klima- und kinderfreundlicher machen soll, umfasst zwei wesentliche Maßnahmen: Auf der Mittelinsel bei der Sandkiste ist eine begrünte Pergola mit Sitzmöglichkeiten geplant. Sie soll Kindern das Spielen im Schatten ermöglichen und den Spielbereich gleichzeitig besser von der Fahrbahn abgrenzen, um die Sicherheit zu erhöhen. Auf der Ostseite des Hauptplatzes sind sechs weitere Bäume vorgesehen. Die Anzahl der Parkplätze bleibt durch die geplanten Maßnahmen übrigens unverändert.
Die Finanzierung des Vorhabens muss noch abgesichert werden, denn der Stadtgemeinde Freistadt fehlen die Eigenmittel für diese Klimaanpassungsmaßnahme. Deshalb soll nun die Bevölkerung mithelfen. Wolfgang Roth, Seelsorger der Pfarre Freistadt, möchte den fehlenden Finanzierungsanteil über Sponsoring und Crowd-funding aufbringen. „Wir sind schon gut unterwegs, brauchen aber noch mehr Spenden“, sagt Roth. Bis Mitte September müssen 35.000 Euro Eigenmittel zusammenkommen, damit Fördermittel für Klimaanpassungsmaßnahmen rechtzeitig in Anspruch genommen werden können. „Diese übersteigen diesen Betrag um ein Mehrfaches“, betont Roth die großen Vorteile einer raschen Umsetzung des Projekts.
Er hat selbst 1.000 Euro vom Familienkonto für das Projekt gespendet – nicht zuletzt, weil er eines Tages mit seinen Enkerln am Hauptplatz unter kühlem Baumschatten Eis essen möchte. Der Familienvater kümmert sich in seiner Freizeit um das Projekt und versteht sein Engagement zugleich als Ausdruck seines kirchlichen Auftrags, Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen. Bereits 2021 hat er das Projekt „Wir pflanzen Freistadt“ ins Leben gerufen. Mehr als 200 Bäume wurden seither gepflanzt.
Die zusätzlichen Bäume auf dem Hauptplatz, die bereits im kommenden Jahr gepflanzt werden sollen, sind für ihn auch ein Zeichen gegen das Gefühl der Ohnmacht angesichts der Klimakrise. „Ich will einmal sagen können, dass wir alles getan und es geschafft haben“, sagt er. Für positive Veränderungen brauche es viele kleine Schritte und einen langen Atem. Froh ist Roth jedenfalls über die breite Unterstützung der Pfarrgemeinde Freistadt und der Bevölkerung. Zudem besteht über alle politischen Fraktionen hinweg Einigkeit über das Vorhaben.
Informationen zum Projekt sowie zu den Sponsoring- und Spendenmöglichkeiten gibt es unter https://wirpflanzenfreistadt.at
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