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Als das Smartphone-Spiel Pokémon Go im Sommer 2016 erstmals herauskam, erlangte es sofort große Beliebtheit bei den Jugendlichen.
Bei Pokémon Go handelte es sich allerdings nicht um ein gewöhnliches Smartphone-Spiel. Die Spieler:innen mussten nämlich in die reale Welt hinausgehen und virtuelle Comicfiguren an öffentlichen Plätzen finden.
Über diesen aufkommenden Trend schrieb Redakteur Paul Stütz. Er berichtete über den damals 21-jährigen Linzer Manuel Gas, der die Comicfiguren mit Euphorie jagte.
Dieser sah in dem neuen Spiel mehrere Vorteile: „Ich war definitiv mehr an der frischen Luft als in den Sommern zuvor“, erzählte er. Auch das Gemeinschaftserlebnis beim Spielen gefiel ihm sehr gut: „Das hat sich für Manuel besonders während des Sommercamps der Katholischen Jugend am Attersee gezeigt.“ Dabei seien immer mehr neue Spieler:innen hinzugekommen.
Doch man konnte auch kritische Stimmen vernehmen. Diese sorgten sich um die zunehmende Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr: „Verkehrsunfälle in Zusammenhang mit Pokémon Go waren sehr selten, aber umso fataler.“
Die Kirchen hingegen zeigten sich zwiegespalten: Aus dem Kölner Dom wurden die Pokémon-Spieler:innen verbannt. Hingegen freute sich die anglikanische Kirche in England darüber, dass so nun auch andere Menschen in die Kirche gingen.
Auf seinem Höhepunkt zählte das Smartphone-Spiel 45 Millionen Spieler:innen weltweit. Doch mit der Zeit verlor das Spiel, wie jeder andere Hype, seinen Reiz: „Es ist einer der entscheidenden Punkte, ob das Handy-Spiel eine Eintagsfliege ist oder Dauerbrenner bleibt“, orakelte 2016 die Kirchenzeitung.
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