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In Österreich ist ein Gesetzesentwurf für ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige in Begutachtung. Ausgangspunkt dafür sind Studien, laut denen jedes vierte Kind suchtähnliches Verhalten zeigt.
Fast die Hälfte der 13- bis 17-Jährigen nutzt das Smartphone ununterbrochen. Der Konsum von Social Media wird bei jungen Menschen mit Depressionen, Angstzuständen und beeinträchtigter Gehirnentwicklung in Verbindung gebracht.
In den USA muss der Konzern Meta, der die Plattformen Facebook und Instagram betreibt, nach Klagen in einigen Bundesstaaten Zeitbeschränkungen für Minderjährige einführen. In einem Vergleich zahlt der Konzern mehr als 16 Milliarden Dollar, um einem gerichtlichen Prozess zu entgehen.
Doch selbstverständlich müssen junge Menschen den Umgang mit dem Internet lernen. Die digitale Welt kann beim Lernen unterstützen, die Welt zu erkunden, sich zu vernetzen.
Das Problem mit Social Media wie Instagram, Youtube, Tiktok oder Snapchat ist, dass diese Plattformen mit suchtgefährdenden Funktionen arbeiten. Dazu gehört, dass endlos gescrollt werden kann, also ständig neue Videos und Fotos gezeigt werden, wenn man am Smartphone „wischt“, oder dass man Nachrichten geschickt bekommt, wenn man die jeweilige Plattform länger nicht benutzt. Auch dass Unbekannte jederzeit Kontakt aufnehmen können, ist ein Risikofaktor.
Im österreichischen Gesetzesentwurf ist vorgesehen, dass die Anbieter von Social-Media-Plattformen das Alter der Nutzer:innen überprüfen müssen. Bei Nichteinhaltung sind Strafen zu zahlen.
Mit dem Schulstart sind viele Eltern verunsichert. Auch wenn es zu Hause fixe Zeiten für Tablet oder Smartphone gibt, in der Schule haben Eltern darauf keinen Einfluss.
Wie für alle Bereiche des Lebens ist eine gute Gesprächsbasis der beste Schutz. Erwachsene müssen sich nicht perfekt auskennen, sondern können mit den Kindern gemeinsam das Internet entdecken, z. B. altersgerechte, interessante Websites, Apps und Spiele suchen. Je jünger die Kinder, desto weniger sollte man sie dem „Netz“ alleine überlassen. Gemeinsame Erfahrungen können helfen, später über mögliche negative Erfahrungen zu sprechen.
Heranwachsende sollen von Beginn an lernen, dass es auch im Internet gute Umgangsformen gibt, die sogenannte „Netiquette“. Eine gute Regel lautet: „Was du nicht über den Ortsplatz oder Stadtplatz rufen würdest, verbreitest du am besten auch nicht über das Internet!“ Auch Eltern teilen oft unbedacht Bilder von ihren Kindern.
Man kann auch gemeinsam betrachten, ob Inhalte wahr oder gefälscht sein könnten, etwa indem man unterschiedliche Websites zu einem Thema anschaut. Mögliche strafrechtlich relevante Inhalte – etwa pornografische oder rechtsradikale – kann man online melden (www.stopline.at).
Selbstverständlich sollen Kinder und Jugendliche das Internet nutzen. Die Möglichkeiten überwiegen das Risiko. Sie sollen es aber nicht alleine lernen und ohne Vorbereitung tun müssen.
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