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Vor dem Schulstart sind nicht nur die Kinder aufgeregt. Auch viele Eltern fragen sich, was ihr Kind bereits können soll. Den eigenen Namen schreiben, bis zehn zählen oder gar rechnen?
Wer mit Lehrer:innen redet, hört oft, dass andere Dinge wichtig sind, die Kinder zum Schuleintritt beherrschen sollten.
Kinder sollten ein gewisses Maß an Selbstständigkeit beherrschen: selbst an- und ausziehen, Ordnung halten und etwas einräumen können. Die eigenen Sachen im Blick behalten und Grundfertigkeiten wie Wolle aufwickeln, Stifte in die Federschachtel einordnen, einen Reißverschluss auf- und zumachen.
Eine wichtige Fähigkeit für Volksschulkinder ist eine gewisse Frustrationstoleranz, zu der auch gehört, ein wenig warten zu können, wenn etwa im Kreis über unterschiedliche Themen gesprochen wird.
Frustrationstoleranz brauchen die Kinder auch, weil sie erkennen müssen, dass sie nicht der alleinige Mittelpunkt in der Klasse sein können.
Die Kinder brauchen zudem Kritikfähigkeit, wenn etwa die Lehrerin oder der Lehrer in einem Heft etwas korrigieren oder ausbessern muss.
Eltern sind meistens bemüht, die Bedürfnisse der Kinder sofort zu befriedigen. Sie können den Kindern mehr zutrauen, etwa: „Du musst leider kurz warten, weil ich auch ein Bedürfnis habe.“ – „Du darfst dir selbst etwas zu essen/zum Anziehen herrichten.“
Dass Kinder auch sportliche Aufgaben bewältigen können, erleichtert ihr Verständnis für Mathematik. Kinder mit einer guten Körperwahrnehmung und Körperspannung, die auch gut Gleichgewicht halten können, tun sich meistens auch in der Schule leichter.
Wenn sie spüren, wo vorne und hinten ist, können sie auch eher sagen, was vorher oder danach kommt: vier oder fünf?
Kinder, die hüpfen können, können auch gedanklich leichter zwischen den Zahlen „hüpfen“. Auch das Gefühl für oben und unten ist wichtig, um „plus“ und „minus“ rechnen zu lernen. Dafür ist es auch hilfreich, Stiegen abwechselnd rechts-links zu steigen oder Mengen abzählen zu können. Wenn zum Beispiel fünf Stifte auf dem Tisch liegen, diese auch von eins bis fünf abzählen zu können.
Wenn es heißt, dass ein Kind seinen Namen schreiben können soll, ist der Hintergrund, dass daraus ersichtlich ist, ob sich das Kind eine Folge von Buchstaben merken kann.
Eine gute Vorbereitung zum Lesenlernen ist Vorlesen. Kinder, denen vorgelesen wird, haben unter anderem einen größeren Wortschatz. Wenn ein Kind zum Beispiel weiß, was eine Lokomotive ist, kann es dieses Wort leichter lesen, weil es nicht überlegen muss, was das überhaupt bedeuten soll.
Wichtig für Schulanfänger:innen ist eine gewisse Ausdauer, weil ein Schultag für sie lang und intensiv ist, und damit ist auch körperliche Ausdauer gemeint, etwa längere Strecken gehen können.
Kognitive Fähigkeiten wie das Erkennen von Buchstaben und Zahlen werden in der Schule in der Regel ganz von vorne aufgebaut. Wichtiger sei z. B. für den Deutschunterricht, die deutsche Sprache gut zu beherrschen oder einzelne Buchstaben in einem Wort herauszuhören.
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