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Dialog von Muslimen und Christen: Ein friedlicher Streit ist möglich

GESELLSCHAFT_SOZIALES

Unter dem Motto „Dazugehören“ (Belonging) trafen sich 32 christliche und muslimische Gelehrte in Tübingen. Michaela Quast-Neulinger war eine davon.

Ausgabe: 26/2025
24.06.2025
- Monika Slouk
© Quast-Neulinger

Als Michaela Quast-Neulinger vor mehr als zehn Jahren in Birmingham in Mittelengland Islamwissenschaft studierte, machte sie eine neue Erfahrung. Die Studienkolleginnen und -kollegen unterhielten sich nicht mit ihr. Sie war als einzige Christin im Studiengang eine Außenseiterin und fand es schwer, von den anderen als Mitstudentin wahrgenommen zu werden. „Das war eine harte, aber extrem wertvolle Lernerfahrung“, sagt die Professorin der Systematischen Theologie heute. Sie forscht und lehrt an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck.


Bei einem christlich-muslimischen Wissenschaftstreffen in Deutschland lernte sie letzte Woche einen islamischen Gelehrten kennen, der als Kind in den 1980er-Jahren eine ähnliche Erfahrung gemacht hatte. Seine Volksschullehrerin wies ihm einen abgesonderten Platz in der Ecke zu, weil er der einzige muslimische Schüler der Klasse war. „Ich fürchte, das war keine Einzelerfahrung“, schätzt Michaela Quast-Neulinger das Problem ein. Die kindliche Erfahrung der Absonderung prägte in gewisser Weise das weitere Leben des Mannes, erzählt sie. Er reflektiert die Erfahrung aber und fragt sich, wie man mit Unterschieden leben und positiv umgehen kann.

 

Interesse an der anderen Religion


Genau dazu trafen sich 32 christliche und muslimische Gelehrte im deutschen Tübingen: Um über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu sprechen und über die Frage, wie man konstruktiv damit umgehen kann. „Dazugehören“ (Belonging) war der Titel des einwöchigen Treffens.

 

Jedes Jahr seit 2002 wird so eine Begegnung zwischen muslimischen und christlichen Wissenschaftstreibenden unterschiedlicher Konfessionen und Glaubensrichtungen organisiert. Dahinter steckt ein Team der jesuitischen Georgetown University in Washington/USA. Dadurch entsteht im Lauf der Jahre ein Netzwerk an Forscherinnen und Forschern, die eine gemeinsame Gesprächsbasis gefunden haben. Was nicht immer leicht ist, wie die Innsbrucker Theologieprofessorin zugibt.

 

Sie war die einzige Österreicherin bei der Tagung und hat zum ersten Mal an diesem Dialogtreffen teilgenommen, beschäftigt sich aber schon seit vielen Jahren mit dem Islam. Ihr Interesse am Islam wurde 2009 in Jerusalem geweckt. Dort verbrachte sie ein Studienjahr an der Dormitio Abtei.

 

Im Gespräch mit ihrem Diplomarbeitsbetreuer aus Salzburg, Dietmar Winkler, wurde ihr klar, dass die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Islam wichtig ist, um in einen konstruktiven Austausch treten zu können.


Gut streiten lernen sei besonders hilfreich, fasst Michaela Quast-Neulinger ihre Erfahrung bei der Tagung in Tübingen zusammen. „Das heißt, auch bei kontroversen Themen die Nerven behalten und Wege finden, wie man sich nachher noch zusammensetzen kann. Wir sind gemeinsam auf dieser Erde unterwegs.“

 

Dass man manchmal zusammenkracht, wenn man zusammenkommt, gehöre dazu. Aber selbst, wenn man sich manchmal abgrenzen muss, sei es wichtig, die Tür zum Dialog offen zu halten. Wie das gelingen kann, wurde in Tübingen auch eifrig diskutiert. „Wir brauchen die anderen, um zu sein und um das Eigene verstehen zu können“, meint die katholische Theologin. Nicht zuletzt, weil wir „Verantwortung für unsere Welt und unsere Kinder tragen“.

 

Am Islam schätzt Quast-Neulinger, dass er die Vielfalt als gottgewollt ansieht. „Über den Turmbau zu Babel haben wir viel gesprochen“, schildert die Expertin. „Vielfalt muss nicht als Strafe verstanden werden. Schlechte Vielfalt ist, wenn man nur die Unterschiede sieht. Oder wenn mit der Vielfalt Unterwerfung verbunden wird. Gute Pluralität hingegen anerkennt, dass vor Gott alle Menschen gleich wertvoll sind.“

 

Brückenbauen ist nicht beliebt


Wenn sich 32 Gelehrte zusammensetzen und sich über das Dazugehören auseinandersetzen, dann ist das die eine Sache. Die andere ist, wie es die Ergebnisse des Austauschs in die reale Welt schaffen. Die gemeinsame Erfahrung der Tagungsteilnehmenden ist, dass jene, die für eine offene, in der Tradition verankerte Interpretation der heiligen Schriften eintreten, die sich für Pluralität und ein friedliches Miteinander starkmachen, innerhalb der eigenen Religionsgemeinschaft oft angegriffen werden und ihnen vorgeworfen wird, dass sie die Wahrheit preisgeben und ihre Religionsgemeinschaft verraten.

 

Das gilt für alle Religionen, sagt Michaela Quast-Neulinger. Das mache die Existenz „zwischen den Fronten“ schwierig, es zeige aber auch die Notwendigkeit einer gewaltfreien religiösen Praxis. Diese sei nur möglich, wenn man sich in Gott tief verankert weiß. „Wie manche politische und religiöse Machthaber die heiligen Schriften interpretieren, ist nicht tragbar und führt ins Verderben.“

 

Heilige Gewaltaufrufe


In den heiligen Schriften, sowohl in der Bibel als auch im Koran, finden sich allerdings Zitate, die Gewalt fordern. Ein Beispiel ist Deuteronomium 7, in dem Gott sein Volk zur Auslöschung anderer Völker aufruft. „... Du wirst alle Völker verzehren, die der Herr, dein Gott, für dich bestimmt. Du sollst in dir kein Mitleid mit ihnen aufsteigen lassen.“

 

Ein anderes Beispiel findet sich in Sure 3 des Koran, die dazu aufruft, sich nur mit Gläubigen zu verbünden, nicht mit Ungläubigen. Solche Texte haben die 32 Gelehrten beim „Building Bridges“-Seminar in Tübingen nicht überlesen, sondern besprochen. „Man landet immer wieder bei solchen Stellen aus den heiligen Schriften“, sagt Michaela Quast-Neulinger. Die größte Gefahr dabei sei, dass man das Problematische beim anderen sieht, aber nicht in der eigenen Tradition. „Stattdessen sollte man die vielen Graubereiche bei sich selbst und beim anderen wahrnehmen.“

 

Die eigene Haltung ändert das Klima


Das Motto des Brückenbau-Seminars, „Dazugehören“, wurde vielseitig bearbeitet. Wie erging es Michaela Quast-Neulinger in Birmingham, als sie „nicht dazugehörte“? „Ich habe verstanden, dass meine Kolleginnen und Kollegen auch die Erfahrung von Absonderung gemacht hatten und dachten, dass alle Menschen mit christlicher Tradition arrogant wären.“

 

Dadurch habe sie gelernt: „Wenn sich die eigene Haltung verändert, tun sich Wege des Gesprächs auf. Ich kann den anderen nicht verändern, aber meine Haltung kann ich ändern, und dadurch verändert sich das Klima in der Gruppe und im Miteinander.“ 

 

 

Christlich-Muslimisches Seminar


Brücken zu bauen ist die Idee des „Building Bridges“-Seminars, das einmal im Jahr anerkannte christliche und muslimische Gelehrte aus aller Welt zu einem Thema versammelt. Ziel ist, dadurch ein weltweites Netz der Verständigung aufzubauen. Anlass für das erste Seminar 2002 war der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001.

 

 

Zum Foto oben: Kleingruppen diskutierten Texte zum Thema „Dazugehören“ aus Bibel, Koran und Tradition. Bild: Jonathan Chaplin (Cambridge), Safwat Marzouk (Richmond/Virginia), Michaela Quast-Neulinger (Innsbruck), Mehdi Azaiez (Louvain), Claire Gallien (Cambridge), Besnik Sinani (Tübingen).  

 

 

Nach einem verheerenden Attentat auf die St.-Elias-Kirche in Damaskus demonstrierten syrische Christen vor einer Kirche in Homs gegen den Terror.

Die Sorge vor extremistischen Anschlägen in Syrien wächst.
Bereits vor dem Attentat vom 22. Juni hatte das christlich-muslimische „Building Bridges“-Seminar in Tübingen stattgefunden (10. bis 14. Juni), das sich mit der Frage beschäftigte, wie christlich-muslimischer Austausch trotz aller Unterschiede friedlich gepflegt werden kann.   

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