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Der Pfleger des Papstes

WELTKIRCHE_

Für Franziskus ist er wichtiger als mancher Kurienkardinal: Krankenpfleger Massimiliano Strappetti. Seit der schweren Lungenerkrankung des Papstes ist er sichtbarer denn je. 
 

Ausgabe: 15/2025
15.04.2025
Am 10. April ließ sich der Papst in den Petersdom rollen – in Zivil. Massimiliano Strappetti (links hinten) legte wohl aus Solidarität auch sein übliches Dienst-Sakko ab.
Am 10. April ließ sich der Papst in den Petersdom rollen – in Zivil. Massimiliano Strappetti (links hinten) legte wohl aus Solidarität auch sein übliches Dienst-Sakko ab.
© - / AFP / picturedesk.com

Wenn sich Papst Franziskus immer wieder unangekündigt in der Öffentlichkeit zeigt, steht ein Mann mit schütterem Haar und Brille hinter ihm. Dieser Mann ist derzeit einer der wichtigsten Menschen im Leben des 88 Jahre alten Papstes. Er heißt Massimiliano Strappetti und ist Krankenpfleger.

 

Zweimal hat er dem Papst durch entschiedenes Handeln das Leben gerettet: Über das erste Mal hat Franziskus selbst in einem Interview berichtet. Es sei ein Krankenpfleger gewesen, der ihn davon überzeugte, dass er sich einer Operation am Darm unterziehen müsse. Die Operation erfolgte im September 2021 und rettete ihm das Leben. Den Namen seines Retters nannte der Papst damals nicht, aber im Vatikan wussten viele, wen er meinte. Seither ist Strappetti der persönliche Pfleger des Papstes, und er ist es auch, der lebenswichtige Entscheidungen mit ihm trifft. 
 

Eine Frage von Leben und Tod

 

Der Internist Sergio Alfieri leitet das Team von Spitzenmediziner:innen, die den Papst bei seiner lebensbedrohlichen Atemwegserkrankung in der Gemelli-Klinik betreuten. Der Professor enthüllte, dass es im kritischsten Moment einer Atemkrise Strappetti war, der durchsetzte, dass die Behandlungen fortgeführt wurden – auch auf die Gefahr von bleibenden Schäden hin. Der Papst habe Strappetti die Vollmacht für medizinische Entscheidungen erteilt, so Alfieri. Und als alles auf der Kippe stand, habe Strappetti gesagt: „Wir machen weiter!“


Dass der Papst seinem Pfleger vertraut, hat nicht nur mit der Lebensrettung zu tun. Der Familienvater Mitte 50 hat Erfahrung: Als er vor mehr als 20 Jahren zum vatikanischen Gesundheitsdienst stieß, erlebte er noch die Spätphase des kranken und leidenden Papstes Johannes Pauls II., einige Jahre später den zuletzt gesundheitlich angeschlagenen Benedikt XVI. Inzwischen ist er im Gesundheitswesen des Vatikanstaates zum Leiter des Pflegedienstes aufgestiegen.

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Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.

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