Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
„Denkmalschutz und die Gewinnung von Solarenergie schließen sich nicht grundsätzlich aus. Die große Herausforderung ist, dass die Photovoltaikanlage (kurz PV-Anlage, Anm.) die gewachsene Erscheinung und künstlerische Wirkung des Denkmals respektiert“, sagt Weiss, Fachdirektorin beim Bundesdenkmalamt.
Dem gegenüber steht das Credo von Wirtschafts- und Energielandesrat Markus Achleitner: „Nur ein Dach mit PV-Anlage ist ein gutes Dach. Was genutzt werden kann, soll genutzt werden.“ Es bedarf laut Weiss „stets einer sorgfältigen Planung, die auf offenen Gesprächen und dem gegenseitigen Verständnis der Anliegen und Aufgaben beruht“.
Landesrat Achleitner betont, die Diözese Linz sei beim Ausbau der Photovoltaik ein „starker Partner“. Bisher gibt es 180 PV-Anlagen auf kirchlichen Objekten mit einer Gesamtfläche von 6740 Quadratmetern. Vor allem Nebengebäude werden mit Paneelen der PV-Anlagen ausgestattet.
Petra Weiss sagt: „Mit der Diözese Linz ist es uns immer wieder gelungen, vorbildliche Lösungen für PV-Anlagen auf dem Denkmal umzusetzen.“ Dazu gehören etwa die letztes Jahr installierten PV-Anlagen auf dem Priesterseminar in Linz und dem Pfarrzentrum Linz-St. Theresia.
Aufbauend auf dem Rundschreiben „Laudato sì“ von Papst Franziskus haben die Diözesen eine Klimaschutz- und Energiestrategie entwickelt, sagt Bischof Manfred Scheuer: „Die Bewahrung der Schöpfung und die Sorge um unsere Lebensräume gehören zu den Zeichen der Zeit. Die Kirche hat hier eine wichtige Aufgabe: in Verkündigung und Bewusstseinsbildung und durch die Umsetzung umweltfreundicher Maßnahmen in ihren eigenen Häusern.“

Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
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