Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
„Traurig, aber mit großer Dankbarkeit blicke ich auf das Wirken von Bischof Maximilian Aichern, der unsere Diözese mit seinem weiten Herzen, seiner Menschenfreundlichkeit und seinem tiefen Glauben geprägt hat“, sagt Bischof Manfred Scheuer. Aichern „war ein Brückenbauer, der stets den Dialog suchte – in der Kirche ebenso wie in der Gesellschaft. Seine geistige Strahlkraft und sein unerschütterliches Vertrauen in eine gute Zukunft bleiben uns Vermächtnis und Auftrag. Und dennoch: Er wird uns allen sehr fehlen.“ Scheuer schließt mit der Bitte: „Ich möchte einladen zum Gebet für unseren Bischof Maximilian. Gott schenke ihm den Himmel.“
Sein unermüdlicher Einsatz für Menschen, die gesellschaftlich am Rande stehen, wird immer wieder betont. Stefan Pimmingstorfer, Direktor der Caritas, sagt dazu: „Er war für mich ein Bischof, der nicht nur mit Worten, sondern mit seinem ganzen Leben bezeugte, wofür die Kirche steht: für Nächstenliebe, Gerechtigkeit und den Dienst an den Menschen. Getreu seinem Wahlspruch „In caritate servire – In Liebe dienen“ war sein ganzes Wirken von gelebter Nächstenliebe, sozialem Engagement und unermüdlichem Einsatz für die Schwächeren geprägt und hat viele inspiriert – auch uns in der Caritas.“
„Die Wirtschaft ist für die Menschen da und nicht umgekehrt“ – an Sätze wie diese erinnert sich Gabriele Eder-Cakl, Direktorin des Österreichischen Pastoralinstituts, bis heute: „Er hat als aktiver Sozialbischof jedes Jahr mit allen Sozialsprechern aus allen politischen Parteien Gespräche geführt, um der Menschen in Österreich willen. Die Menschenwürde und Gerechtigkeit, ein gutes Leben für alle, waren seine Visionen auf dem Boden der christlichen Botschaft.“
Ferdinand Kaineder, Präsident der Katholischen Aktion Österreich, gedenkt Bischof Maximilian u. a. auch in seiner Funktion als Referatsbischof für die Katholische Aktion (1982 bis 2005): „Eine faire Arbeitswelt, ein arbeitsfreier Sonntag, ein Wirtschaften um der Menschen willen, globale Gerechtigkeit, eine ehrliche geschlechtergerechte Kirche mit den Frauen in allen Ämtern, eine nachhaltig sozial-ökologisch-spirituelle Welt, ein Dagegenstemmen gegen die wachsende Ungleichheit sind nur fragmentarisch in Erinnerung gerufene Themen, für die er gelebt hat. Persönlich und als Katholische Aktion verneigen wir uns in tiefer Dankbarkeit vor diesem Menschen, diesem Christen und diesem Bischof.“
Der Rektor der KU, Michael Fuchs, weist unter anderem auf die dem Bischof zum 70. Geburtstag gewidmete Festschrift „Aufmerksame Solidarität“ hin: „In Maximilian Aichern begegneten die Menschen dem freundlichen Gesicht ‚einer Kirche, die sich als liebende Mutter versteht, die ihren Kindern bis an die Grenzen des Möglichen entgegengeht‘“, so die Lehrenden der KU Linz. Seinem Andenken wisse sich die Katholische Privat-Universität in Dankbarkeit verpflichtet.

Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.
Turmeremitin Birgit Kubik berichtet über ihre Woche in der Türmerstube hoch oben im Mariendom Linz >>

Die KIRCHENZEITUNG bietet vielfältige Angebote für Pfarren:
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>