Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
Feuer. Brot. Kostbares Glas. Dinge sind das, mit denen man besser nicht spielt. Der Advent beginnt und millionenfach werden Kerzen entzündet. Die Professionisten des Feuers werden mahnen: Passt auf damit. Schnell gerät es außer Kontrolle.
Glauben hat etwas mit der Kraft des Feuers gemeinsam – und mit seiner Gefährlichkeit. Warm wird es um das Feuer, warm wird es auch um Menschen, deren Herzen brennen – vor Phantasie, vor Humor – oder erst recht, wenn sie lieben.
Hartes wird weich in der Glut, neu formen lassen sich Wachs und selbst Eisen. Auch: Hartherzigkeit beginnt zu schmelzen, wenn Wärme ist – menschliche Wärme. Es fügt sich neu, was erstarrt ist. Zerstrittene Verhältnisse können sich lösen und neu fügen.
Und die Lichtkraft des Feuers: Räume und auch Gemüter, Gesichter hellen sich auf, wenn sie ein Feuerschein trifft.
Und doch: Mit dem Feuer spielt man nicht. Alles Dürre, das Lose, versengt und verbrennt es.
Der Advent ist kein idyllisches Spiel mit dem mit Feuer. Wer sich ihm nähert, muss wissen: Es wird nicht alles Bestand haben im Feuer: die Verliebtheit in Dinge und Reichtum; der Stolz auf Ruhm; Neid, Eifersucht, Gleichgültigkeit. Aber vielleicht ist es gerade das: Wer sich mit hartem Herzen dem Feuer nähert, darf rechnen damit, dass es weich wird. Und das wäre gut.

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen

Birgit Kubik, 268. Turmeremitin, berichtet von ihren Erfahrungen in der Türmerstube im Mariendom Linz. >>
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