Die radioaktiven Strahlenwerte rund um das Gelände des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima haben einen neuen Höchststand erreicht. Würde sich dort jemand ohne Schutzbekleidung aufhalten, er würde innerhalb weniger Stunden sterben.
Im März 2011 hat ein schweres Erdbeben, das einen Tsunami auslöste, zu mehreren Unfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima geführt. Radioaktiv verseuchtes Kühlwasser fließt seither stetig aus den Lecks der Kühltanks, gelangt in den Boden und ins Meer. Fischen ist dort verboten, der Verzehr der Meerestiere macht krank. Offensichtlich gestaltet sich die Schließung der Lecks enorm schwierig. Was die Japaner dort machen, um das desolate Atomkraftwerk unter Kontrolle zu bringen, weiß niemand so genau. Informationen darüber sind spärlich und die Folgen der Katastrophe werden gerne heruntergespielt. Sicher ist, dass sie das Problem nicht in den Griff bekommen. Sicher ist auch, dass die immer weiter steigende Strahlenbelastung eine Gefahr darstellt – für Mensch, Tier und Umwelt.
Eine Kehrtwende ist nötig, um Katastrophen wie Tschernobyl und Fukushima in Zukunft zu vermeiden. Kernenergie zur Stromgewinnung ist zu riskant und nicht beherrschbar. Der Mensch hat das, wie sich gezeigt hat, nicht in der Hand. Eine nachhaltige Energiepolitik ist angesagt. Wird hier nicht endlich gegengesteuert in Richtung erneuerbare Energien – sprich Wasserkraft, Erdwärme, Sonnen- oder Windenergien – ist es nur eine Frage der Zeit bis zur nächsten Nuklearkatastrophe.