Matthäus Danter, Pfarrgemeinderats-Obmann in Abtsdorf, über seinen Patron (Namenstag 21. September).
Ausgabe: 2013/38, Namenstag, Matthäus
18.09.2013
- Matthäus Danter
Matthäus war ein ungewöhnlicher und „verstaubter“ Name in meiner Kindheit. Ich habe ihn nicht gerne ausgesprochen und hätte lieber einen modernen Namen gehabt. Matthäus wird in unserer Familie seit ewigen Zeiten nach einer eigenartigen Regel weitergegeben: Mein Urgroßvater hieß Matthias, mein Großvater Matthäus, mein Vater heißt Matthias und ich wiederum Matthäus. Namenstage sind in meiner Familie nicht gefeiert worden, meine Frau und ich gedenken aber mittlerweile der Namenstage unserer Kinder. Der Apostel und Evangelist Matthäus war Zöllner in der antiken Stadt Kafarnaum, als er ein Jünger Jesu wurde. Bis zum Jahr 42 wirkte er in Jerusalem, dann soll er den Märtyrertod bzw. eines natürlichen Todes gestorben sein. Er ist Schutzpatron u.a. der Bankangestellten und Zollbeamten und soll bei Trunksucht und unheilbaren Krankheiten helfen. Heute gefällt mir mein Name gut. Manchmal ist es ganz lustig, wenn ich mich auf Englisch vorstelle. Matthäus Danter