Sparen bedeutet zurückhalten, um in Zeiten der Not zu haben. Heißt dann, mit dummen Bemerkungen sparen, dass man später einmal diese aus dem Vollen schöpfen kann?
Ich will mich anlässlich des Welt-Spartages mit meinen dummen Bemerkungen nicht zurückhalten. Nicht später will ich sie verzinst ernten, sondern heute schon Kapital daraus schlagen. Ratschläge zur Geldanlage aber spare ich mir. Zu welcher Geldanlage soll man auch in Zeiten niedrigster Zinssätze raten? Solche Ratschläge hebe ich mir doch lieber auf bessere Zeiten auf. Sparen Sie sich daher die Mühe, mir dazu heute schon Tipps entlocken zu wollen. Da nehme ich Ärger in Kauf, denn man sollte sich den Ärger nicht sparen. Bedeutet sparen doch – ich wiederhole mich –, dass sich vermehrt, was ursprünglich da war. In diesem Fall der Ärger. Und niemand soll mir einreden, dass ich mir meine Ausreden sparen soll. Ich horte sie nicht, denn ich habe reichlich davon. Etwa jene, dass ich deswegen noch immer nicht mit dem Rad zu Arbeit fahre, weil ich so viele Taschen habe, die radelnd nicht zu transportieren wären.
Machen Sie mit. Schreiben Sie uns bis 8. November wenigstens eine Ihrer Lieblings-Ausreden. Sparen Sie nicht damit! Wir verlosen unter allen Einsendungen ein humorvolles Buch. Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: service@kirchenzeitung.at