Sie hatte ein großes Herz für die Armen und Notleidenden, denen sie heimlich Lebensmittel brachte. Elisabeth Hörlsberger, Leiterin des Evangelischen Bildungswerk Linz-Innere Stadt, schreibt über ihre Namenspatronin: die Heilige Elisabeth von Thüringen (19. November).
Ausgabe: 2013/46, Elisabeth, Namenstag
13.11.2013
- Elisabeth Hörlsberger
Als Kind hat mir mein Name gar nicht gefallen. Im Laufe meines Lebens habe ich aber erkannt, dass er eine schöne Geschichte hat, die ihn mir ans Herz wachsen ließ. Zuerst lernte ich die Legende von Elisabeth von Thüringen kennen. Sie hatte ein großes Herz für die Armen und Notleidenden, denen sie heimlich Lebensmittel brachte. Eines Nachts erwischte sie ihr Mann, als sie von der Wartburg ins Dorf ging, und forderte sie auf, ihren Korb zu öffnen – er war gefüllt mit Rosen. Die Realität war ein bisschen anders. Elisabeth war glücklich verheiratet und hatte drei Kinder. Ihr Mann starb auf einem Kreuzzug. Mit ihrem Erbe gründete sie in Marburg im Namen von Franz von Assisi ein Krankenhaus, das bis heute besteht. Elisabeth starb am 19. November 1231 im Alter von 24 Jahren. Sie ist u.a. die Patronin der Diakonie. Heilige werden auch im Evangelischen verehrt, da sie durch ihr vorbildhaftes Leben für unser eigenes richtungsweisend sein können.