Fernsehen im Krankenstand. Wie unsere Redakteurin Brigitta Hasch in der Kochecke landet und dann froh ist, als sie wieder ins Büro gehen kann.
Ausgabe: 2013/46, Unter Uns, Kochsendung
13.11.2013
Letzte Woche haben mich Fieber und Husten für kurze Zeit in die Waagrechte geworfen. Dank Medikamenten und Bettruhe ging es mir nach einem verschwitzten Nachmittag, einer unruhigen Nacht und dem darauf verschlafenen Vormittag schon wieder ganz gut. Und immer im Bett liegen, ist nicht meine Sache. Also versuchte ich es mit ein wenig Lektüre, bevor ich mittels Fernbedienung in den unzähligen Fernsehkanälen herumzappte. Um diese Zeit sitze ich sonst nie vor dem Kasten, also kann ich nicht beurteilen, ob die Zahl 6425 (in Klammer gesetzt) tatsächlich darauf hinweist, dass dies die 6425. Folge dieser Doku-Soap (was für ein schönes Wort!) ist. Sei's drum, ich schalte weiter und lande in der Kochecke. „Augerl, schau“, ich bin in Österreichs Küche angekommen. Hier geht es neben dem Kulinarischen auch ein bissl um den Schmäh. Einen Kanal weiter tauchen die nächsten induktiven Kochfelder auf, bearbeitet von Deutschlands Vertretern der „haute cuisine“. „Guck mal, ein schönes Sößchen, schön drapiert auf dem schönen Teller“ – man könnte die gebotene Kochkunst durchaus mit etwas mehr Redekunst pfeffern. Eines steht fest: Morgen geh ich wieder ins Büro! Und am Abend gibt es ein einfaches Nudelgericht, denn gekocht „haben wir“ heute schon genug!